Australien
im September / Oktober 1997
Zuletzt aktualisiert am
09.02.00
Nach dem ersten Aufenthalt im Jahre 1994 folgte nun die zweite Reise auf den roten Kontinent. Diesmal sollte das Ziel der Westen, welcher touristisch noch wenig erschlossen ist, und seine Naturschönheiten sein.
Eingeflogen wurde nach einem Stop-over-Tag in Kuala-Lumpur mit Malaysian Airlines nach Darwin, dem Top End von Australien. Morgens um 06.00 in Darwin angelangt, hiess es erstmal eine Runde schlafen. Danach der erste Stadtbummel: Die Stadt schien sich kaum verändert zu haben seit unserem letzen Besuch im April 1994.
Nach 2 Tagen süssem Nichtstun im tropischen Top End übernahmen wir unseren Bushcamper, welchen wir für die nächsten 6 Wochen unser eigen nennen sollten...
Und dann ging's los! Zuerst bei strahlendem Sonnenschein auf dem Stuart Highway Richtung Süden, dann die Abzweigung Richtung Kakadu-Nationalpark und nach einigen Stunden Fahrt waren wir am Eingangsportal des wohl bekanntesten Nationalparks von Australien angelangt.
Die Wildnis war wieder überwältigend. Nachdem wir das letzte Mal Ende der Regenzeit hier waren, war es jetzt um so imposanter die konzentrierte Tierwelt an den vergleichsweise wenigen und kleinen Wasserlöchern, die nach der Trockenzeit noch übrig waren zu beobachten.
Nach einem Live-Konzert und guter Unterhaltung am Abend und kurzer Nacht auf dem Campingplatz Cooinda ging es morgens früh auf Sunrise-Bootstour auf dem Alligator-River bei Yellow-waters (eine sehr lohnenswerte Tour, by the way).
Gegen die aufgehende Sonne blinzelnd waren unzählige kleine und grosse Leistenkrokodile auszumachen, welche schon einen beeindruckenden Anblick bieten, wenn man ihnen so Aug' in Aug' gegenübersitzt, nur von einem Aluboden getrennt.
Aber auch die Vogelwelt war bereits voll aktiv und man konnte sich ab all der Betriebsamkeit kaum satt sehen.
Nach diesem beeindruckenden Erlebnis mussten wir uns erstmal erholen.
Am nächsten Tag ging es dann auf einer äusserst anstrengenden und holperigen Fahrt zu den JimJim-Fällen, welche uns letztes Mal nicht zugänglich waren. Da kaum mehr Wasser floss, waren sie nicht so interessant wie erwartet. Das erfrischende Bad im Pool der Fälle war aber auf jeden Fall die Ruppige Reise wert!
Nach diesem Bad ging es über die Holperpiste zurück und weiter Richtung Südausgang des Parkes. Dieser hatte sich innerhalb der letzten dreieinhalb Jahre kräftig gewandelt, so ist er nun das ganze Jahr durch mehr oder weniger gut befahrbar. Nach einer weiteren Nacht, in welcher wir von den Mossies nur so vernascht wurden ging es dann weiter Richtung Katherine, mit Aufenthalt an den Edith Falls. Einfach herrlich dieses Planschen im Wasser der Edith Falls und der Katherine Gorge...
Nach dem schweren Abschied ging es auf neuen Pfaden Richtung Westen. Die ersten 300 km waren sehr öde und man konnte sich, wie nachher noch häufiger, nicht vorstellen, dass in der Regenzeit alles überschwemmt sein soll, was jetzt so ausgedorrt und hitzeflimmernd vor einem lag!